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Das parkinsonsche Gesetz

Als Auszubildener habe ich erstmals das parkinsonsche Gesetz kennengelernt. Die Deutsche Post hat zu der Zeit wirklich gutes Geld gezahlt.

Dazu haben meine Großeltern und meine Eltern haben mich regelmäßig (monatlich) finanziell unterstützt mit auch nicht wirklich wenig Geld. Im Grunde genommen hatte ich ein recht passables Einkommen.

Doch zurück zu dem Herrn Parkinson. Dieser hat in diesem Fall nichts mit der bekannten Krankheit zu tun.

Vielmehr handelt es sich um den Engländer Cyril Northcote Parkinson. Dieser hat ein Buch zu dem Thema geschrieben und eine Gesetzmäßigkeit abgeleitet.

Das Gesetz der Ausdehnung

Dieses besagt ganz einfach, dass sich die Ausgaben immer dem Einkommen anpassen. Wenn ich also 1500 € verdiene, wird das Geld aufgebraucht.

Genauso verhält es sich, wenn ich 10.000 € zur Verfügung habe. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich absolut null für so etwas interessiert.

Diese Erkenntnis kam jedoch erst viele Jahre später, nachdem ich Finanzliteratur für mich entdeckt habe und vieles gelernt habe in diesem Zusammenhang.

Das parkinsonsche Gesetz hat mich getroffen

Warum schreibe ich über dieses Gesetz im Zusammenhang mit meinem Lehrlingsgehalt? Ganz einfach, es war einfach immer alle! Es hat einfach nie gereicht.

Anfang der vierten Woche jedes Monats war wirklich Ebbe im Portemonnaie.

Gleichermaßen habe ich es mir aber auch nicht nehmen lassen jedes Wochenende Party machen zu gehen, obwohl ich wusste, dass es wieder knapp wird.

Das Benzingeld habe ich mir direkt nach Geldeingang in Bar abgehoben und ins Auto gelegt, damit ich immer zur Arbeit und zurückkomme.

Das Ganze ging tatsächlich soweit, dass ich bei einem Discounter, ich denke damals war es noch der Plus Markt, mir 3 bis 4 abgepackte Brotpakete gekauft habe.

Dazu gab es dann 3 Packungen Käse und ein Stück Butter. Natürlich wäre es auch möglich gewesen einfach mal zu meinen Eltern oder Großeltern zu gehen, da etwas zu essen, und die Sache wäre erledigt gewesen.

Da kam mir aber der Stolz in die Quere. Ich wollte ja für mich allein sorgen und allein wohnen.

Ich habe mich also durchgeschlagen und im Prinzip von einem auf den anderen Tag gelebt.

Zu dem Zeitpunkt habe ich das schon etwas hinterfragt, aber nie in dem Maße, dass es mich dazu gebracht hätte daran etwas aktiv zu ändern.

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